GRUNDLAGEN & BASICS

Grundsätzlich lassen sich mit den sogenannten fünf Basis-Signalen im Hundetraining alle Situationen des Alltags bewältigen – deshalb nennen wir sie kurz „Basics“. Die fünf Signale bieten ebenfalls die Grundlage für weiterführendes Training.

Welche Signale könnten das sein? 

  • Sitz: Dein Hund setzt sich auf Dein Signal auf seinen Popo.
  • Platz: Dein Hund legt sich auf dein Signal hin.
  • Abruf: Auf Dein Signal hin kommt Dein Hund sicher zu Dir.
  • Abbruch: Du kannst eine Handlung Deines Hundes unterbrechen.
  • Leinenführigkeit: Dein Hund geht an lockerer Leine und orientiert sich dabei an Dir.

Hier ein paar Beispiele aus dem Alltag: Dein Hund der ein sicheres Sitz beherrscht, kann keine Vögel jagen, da er bei Dir sitzen bleibt, wenn Du ihm diese Aufgabe gibst. Oder aber: Du kannst deinen Hund sicher zu dir rufen, wenn sich eine Gefahrenquelle nähert. Wollte man eine vollständige Liste aller Beispiele aufzählen, wäre sie natürlich viel zu lang, um sie hier wiederzugeben.

Ebenso können wir diese Signale als Grundlage für weiterführende Übungen nutzen. Zum Beispiel kann das „Sitz“ eine der Grundlagen in einem Anti-Giftköder-Training sein, wenn man das „Vorsitzen“ als Anzeige für ein gefundenes Futter benutzt. 

Auch für die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten der anderen Basis-Signale gibt es unzählige Beispiele.  

In jedem Fall handelt es sich um fünf – unserer Meinung nach – unverzichtbaren Alltagshelfer, die wir Euch und Eurem Hund wärmstens an Herz legen können. Hierbei ist es egal, ob es sich um einen jungen Hund oder einen Senior aus dem Tierheim handelt, denn jeder Hund kann (und sollte) diese Signale beherrschen. Ihr werdet sehen, dass es Euren gemeinsamen Mensch-Hund-Alltag an unzähligen Stellen erleichtern wird.

Falls Du jetzt einwenden möchtest: „Leinenführigkeit ist doch aber kein Signal?!“ Stimmt das .. und auch wieder nicht… Das „Signal“ leinenführig zu laufen wird für Deinen Hund das Festmachen des Karabiners am Halsband oder Brustring des Geschirrs werden – je nachdem was wir dem Hund beibringen. Da die Leinenführigkeit zu den Grundlagen für einen entspannten Mensch-Hund-Alltag gehört, haben wir beschlossen sie für Euch auch in unserem Basis-Training einzubauen. Bereitet die Leinenführigkeit einem Mensch-Hund-Team größere Probleme, macht es Sinn sie als einzelnen Trainingsinhalt zu bearbeiten. Hier empfehlen wir unseren Kurs: Leinenführigkeit & Orientierung.

Intensiv-Training: Leinenführigkeit & Orientierung

Machen wir uns nichts vor: Ein Hund wird nicht geboren und weiß was das mit der Leine soll. Wir machen ihm die Leine um, begrenzen ihn damit in seiner Bewegungsfreiheit und natürlich ist das erstmal nur eins für den Hund – frustrierend. Und wenn wir dann nicht gut arbeiten, haben wir einen ziehenden Hund, der uns vor die Füße läuft und mit dem wir auf jedem Spaziergang ein Tauziehen veranstalten. Wir können unseren Hunden in einem geeigneten Tempo beibringen, was wir von ihnen möchten und wie wir uns ihr Verhalten an der Leine wünschen. Dein Hund soll sich an Dir orientieren können – hierfür ist für Deinen Hund ein klares und richtig getimtes Feedback entscheidend. Dabei ist es wichtig, dass Dein Hund motiviert und mit Spass trainieren kann und auch, dass wir im Vorfeld definiert haben, welche genauen Regeln die Leinenführigkeit für Euch als Team beinhaltet: Der eine Halter möchte, dass sein Hund nur auf seiner rechten Seite geht oder ein anderer Halter möchte lediglich, dass der Hund hinter ihm läuft. Das kannst Du für Euren Mensch-Hund-Alltag genauso individuell festlegen, wie Du es brauchst. Oder Du greifst auf Bewährtes zurück, welches wir Dir gerne vorschlagen. Das Ziel ist, dass Dein Hund entspannt bei Dir an der Leine läuft – und das bei locker, leicht durchhängender Leine. Und dieses Ziel ist garnicht so schwer zu erreichen, wie man am Anfang meinen mag! Mit unserer Unterstützung wirst Du Deine Ziele erreichen können.

Was Dich in diesem Kurs erwartet:

  • Eine kleine Materialkunde – ist das Geschirr oder das Halsband oder beides für Euch besser geeignet? Was ist bei den Leinen zu beachten? Usw.
  • Du machst mit Deinem Hund Orientierungstraining in verschiedenen Übungen, denn schließlich soll sich Dein Hund im Alltag an Dir orientieren (.. eine von Menschen organisierte Umwelt ist für Hunde schließlich nicht unbedingt logisch. Kurz gesagt: Du achtest auf das, was um Euch herum passiert – und der Hund orientiert sich an Dir.)
  • Du lernst klar zu kommunizieren und Deinen Hund sicher zu führen, damit Dein Hund sich entspannt an Dir orientieren kann.
  • Wir arbeiten unter anderem mit Videotraining. So kannst Du jederzeit Eure Fortschritte mitverfolgen und bei Bedarf zusammen mit uns analysieren, wo die kleinen Fehler einschleichen, die dazu führen, dass es mit der Leinenführigkeit evtl. noch nicht so recht klappen will. Anhand des dadurch gewonnenen Verständnisses kannst Du schnell(er) zum Ziel kommen.